Klassische Ausbildungen für Führungskräfte konzentrieren sich häufig auf die Verwaltung und das Verständnis des Tagesgeschäfts (Finanzen, Controlling, Marketing, Makro- und Mikroökonomie, etc.). Dabei thematisieren sie selten die spezifischen Themen, die in anspruchsvollen Lagen an Relevanz gewinnen (Entscheidungen, menschliche Faktoren, Informations-Management). Die Seminare des Lehrgangs «Master of Advanced Studies in Effective Leadership» («MAS in Effective Leadership») füllen hier eine Lücke, indem sie die nötigen Kompetenzen für die Führung in Lagen mit akutem Handlungsdruck vermitteln.

Ziel und Nutzen der Einzelseminare

Der Besuch von Einzelseminaren gibt Ihnen die Möglichkeit sich mit einem spezifischen Themengebiet vertieft auseinander zu setzen. Zudem verschafft es Ihnen einen ersten Eindruck in die Inhalte des MAS «Effective Leadership» und den Ablauf einer universitären Weiterbildung.

Zielgruppe

Die Einzelseminare richten sich an Mitarbeitende, werdende und etablierte Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und dem Non-Profit-Sektor. Sie agieren in einem Umfeld mit sich verändernden externen Einflussfaktoren und sind somit Phasen hoher Intensität (Projektleitung, Ereignisbewältigung, Problemstellungen mit hoher Komplexität und Zeitdruck, etc.) ausgesetzt.

Anschlussfähigkeit CAS

Wenn Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt dazu entscheiden ein komplettes CAS oder den kompletten MAS zu absolvieren, können Sie alle bereits besuchten Einzelseminare vollumfänglich anrechnen.

Abschluss

Die Universität Luzern stellt bei erfolgreicher Teilnahme eine Bescheinigung pro Einzelseminar aus.

Einselseminare CAS Decision Making and Leadership

Der «CAS in Decision Making and Leadership» befasst sich mit der Entscheidungsfindung in anspruchsvollen Lagen.

Leadership Theory and Practice (2 Tage)

Lernziele

  • Die wesentlichsten Leadership-Theorien beschreiben, erklären und anwenden.
  • Den Unterschied zwischen Leadership und Management verstehen und folgerichtig die angemessenen Kontexte für die jeweilige Anwendung erkennen.
  • Den Einfluss von Vertrauen, kollektiver Intelligenz und Authentizität auf Führungstätigkeiten verstehen.
  • Das Gelernte durch eine individuelle Reflexion auf die eigene Führungsrolle anwenden.

Inhalte

  • Leadership Theorie.
  • Leadership und Management.
  • Vertrauen.
  • Kollektive Intelligenz.
  • “Why should anyone be led by me?”.

 

Dr. Feena May

Managing Director of The Inspiring Company Sàrl

Persönliche Seite von Dr. Feena May

 

 

Negotiations & Multilateral Decision Making (1 Tag)

Lernziele

  • Verschiedene Verhandlungsszenarien, -konzepte und -strategien unterscheiden, beschreiben, erklären und beurteilen.
  • Verstehen, wie die eigenen Führungskompetenzen durch Resultaterreichung in kollektiven Entscheidungsfindungsprozessen erweitert werden können.
  • Die Harvard- und die ETH-Verhandlungsmethode auf praktische Verhandlungsszenarien anwenden.

Inhalte

  • Typologie, Begriffe und Grundsätze der Verhandlungsführung.
  • Verhandlungsmethoden: Harvard und ETH.
  • Verhandlungssimulation: Harborco.
  • Soziale Dimensionen von Verhandlungen.

 

Dr. Martin Gutmann

Managing Director of the ETH Swiss School of Public Governance

Persönliche Seite von Dr. Martin Gutmann

 

 

Who decides? Decision Making and the Rule of Law (2 Tage)

Lernziele

  • Grundlegende Theorien der Entscheidungsfindung.
  • Was ist eine Entscheidung? Was bedeutet es zu entscheiden?
  • Teilnehmende können zwischen verschiedenen Formen und Kontexten von Entscheidungsfindungen unterscheiden (z.B. persönlich, institutionell).
  • Teilnehmende können verschiedene Kompetenzkonflikten unterscheiden (z.B. Befehlsverweigerung; ziviler Ungehorsam; Notsituationen, Ausnahmen).
  • Strukturierte Herangehensweise um (a.) komplexe Probleme zu lösen und (b.) getroffene Entscheidungen zu legitimieren.
  • Das eigene Entscheidungsverhalten und das anderer Personen reflektieren lernen und weiterentwickeln basierend auf Erkenntnissen aus der Sozial- und Kulturwissenschaft.

Inhalte

  • Ich entscheide.
  • Ich entscheide nicht.
  • Verantwortlichkeiten und Konflikte.

 

Dr. Katja Gentinetta

Politische Philosophin

Persönliche Seite von Dr. Katja Gentinetta

 

 

Values, Principles and Norms in Decision Making - the Strive for Legitimacy (2 Tage)

Lernziele

  • Die Rolle der Legitimität in der Entscheidungsfindung und in der Führung evaluieren und erkennen.
  • Die ethischen Grundlagen für das eigene Entscheidungsverhalten beschreiben und begründen.
  • Religiöse, weltanschauliche und philosophische Werte, Prinzipien und Normen inklusive deren Grundlagen beschreiben und in Führungskontexten anwenden.
  • Anforderungen für ethische Begründungen von ethischen Standpunkten verstehen und formulieren.
  • Ethische Begründungen für eigene Werte, Prinzipen und Normen verfassen, anwenden und überprüfen.

Inhalte

  • Legitimität von Entscheidungen.
  • Ethische Grundsätze.
  • Werte, Prinzipien und Normen sowie deren Herkunft.
  • Ethische Begründungen und deren Interaktionen.

 

Prof. Dr. Peter Kirchschläger

Professor für Theologische Ethik an der Universität Luzern

Persönliche Seite von Prof. Dr. Peter Kirchschläger

 

 

Decision Making and Game Theory (2 Tage)

Lernziele

  • Prinzipien der rationalen Entscheidungsfindung verstehen und hinsichtlich eigener und fremder Entscheidungen evaluieren lernen.
  • Mittels strategischer Wechselwirkung (Spieltheorie), die bestmögliche Handlungsweise auswählen und das Resultat zu antizipieren lernen.
  • Die Teilnehmenden lernen strategische Züge um die Spiele und deren Ergebnisse zu beeinflussen.

Inhalte

  • Prinzipien der rationalen Entscheidungsfindung.
  • Strategische Wechselwirkungen. Sequenzielle und gleichzeitige Spiele.
  • Strategische Spielzüge.
  • Gemischte Strategien.

 

Prof. Dr. Simon Lüchinger

Professor für Ökonomie an der Universität Luzern

Persönliche Seite von Prof. Dr. Simon Lüchinger

 

 

Change Management as a Decision Making Domain (1 Tag)

Lernziele

  • Szenarien, Konzepte und Strategien des Change-Management beschreiben, erklären und evaluieren.
  • Verstehen wie Führungskompetenzen im Rahmen von Change-Management Prozessen wirksam eingesetzt werden können.
  • Klassische und neue Konzepte zu Change-Management im eigenen beruflichen Umfeld anwenden.

Inhalte

  • Change-Management: Struktur, Terminologie und grundlegende Konzepte.
  • Klassische Konzepte zu Change-Management.
  • Change-Management anhand des Fallbeispiels DRW Technologies.
  • Neue Konzepte zu Change-Management.

 

Dr. Martin Gutmann

Managing Director of the ETH Swiss School of Public Governance

Persönliche Seite von Dr. Martin Gutmann

 

 

Einzelseminare CAS Human Factors in Leadership

Der «CAS in Human Factors in Leadership» befasst sich mit menschlichen Faktoren in anspruchsvollen Führungslagen. Es geht dabei darum, den Einfluss von menschlichen Faktoren in ausserordentlichen Führungssituationen zu verstehen sowie zwischenmenschliche und gruppendynamische Abläufe solcher Organisationen zu untersuchen.

Psychological Contracts and Deviant Behaviour (2 Tage)

Lernziele

  • Konzepte wie Psychologische Verträge, Arbeitsorientierung und Organisationale Identität beschreiben, unterscheiden und erklären können.
  • Die Beziehung Arbeitnehmer-Arbeitgeber im Rahmen dieser Konzepte verstehen.
  • Anwendung der Konzepte, um Herausforderungen und unvorhergesehene Probleme im eigenen beruflichen Umfeld erkennen und lösen zu können.
  • Anwendung der Konzepte bei der Erstellung von Jobprofilen und bei der Personalrekrutierung und -retention.

Inhalte

  • Psychologische Verträge.
  • Individuelle Charakteristika.
  • Organisationale Charakteristika.
  • Berufung.

 

Dr. Patrick Hofstetter

Leiter Weiterbildungsakademie der Universität Luzern

Persönliche Seite von Dr. Patrick Hofstetter

 

 

Cognitive Biases (1 Tag)

Lernziele

  • Neurologische Grundlagen der menschlichen Entscheidungsfindung verstehen und erklären können.
  • Zusammenspiel zwischen bewusster und unbewusster Hirnsysteme beschreiben und erklären können.
  • Kognitive Voreingenommenheit und Wahrnehmungsfehler beschreiben und verstehen sowie wissen wie schlechte Entscheide basierend auf kognitiver Voreingenommenheit verhindert werden können.
  • Das Wissen zu menschlicher Grenzen im Rahmen von anspruchsvollen Führungssituationen anwenden lernen.

Inhalte

  • Neuronale Grundlagen von kognitiver Voreingenommenheit.
  • Kognitive Voreingenommenheit und Entscheidungsfindung.
  • Anomalien und Entscheidungsfindung.

 

Dr. Eva-Maria Aulich

Geschäftsführerin des Forschungscampus Mittelhessen

Persönliche Seite von Dr. Eva-Maria Aulich

 

Dr. Anja Feierabend

Oberassistentin CEHRM und Geschäftsführerin HR ConScience

Persönliche Seite von Dr. Anja Feierabend

 

 

Elements of Team Leadership (4 Tage)

Lernziele

  • Verschiedene Arten von Gruppen beschreiben, charakterisieren und unterscheiden können.
  • Verschiedene Arten von Teams beschreiben, charakterisieren und unterscheiden können.
  • Einflussfaktoren von Gruppendynamiken kennen.
  • Erlernen von Führungsstrategien um mit psychodynamischen Phänomenen umzugehen.
  • Authentizität als Konzept verstehen und im eigenen beruflichen Umfeld anwenden.
  • «Exzellenz» und dessen Kriterien verstehen und in konkreten Fällen anwenden.
  • Elemente und Theorien zu «Motivation» kennen und im beruflichen Umfeld anwenden können
  • Quellen und Konsequenzen von Stress identifizieren und wie Stress bewältigt werden kann.

Inhalte

  • Grundlagen zu Gruppenverhalten.
  • Arbeitsteams.
  • Gruppendynamiken.
  • Psychodynamische Faktoren.
  • Authentizität.
  • Exzellenz.
  • Motivation.
  • Stressbewältigung.

 

Dr. Florian Demont

Wissenschaftlicher Assistent Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich

Persönliche Seite von Dr. Florian Demont

 

Dr. Michael Holenweger

Wissenschaftlicher Assistent Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich

Persönliche Seite von Dr. Michael Holenweger

 

 

Positive Psychology, Resilience and Retention (1 Tag)

Lernziele

  • Grundannahmen der Positiven Psychologie und deren theoretische und praktische Relevanz im eigenen beruflichen Kontext.
  • Instrumente und Methoden der individuellen Resilienz kennen und anwenden.
  • Elemente einer Resilienz fördernden Unternehmenskultur.
  • Resilienz im eigenen beruflichen Umfeld anwenden, um einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Motivation von Mitarbeitenden zu haben.

Inhalte

  • Signifikanz des Ansatzes der Positiven Psychologie.
  • Mehrwert der Resilienz im Vergleich zu Stressbewältigung
  • Resilienz: Natur – Erziehung – Kultur.
  • Effektive Mittel zum Trainieren von Resilienz.
  • Praktische Anwendung basierend auf individuellen Erlebnissen.
  • Implementierung von Resilienz (Training) im persönlichen Kontext.

 

Dr. Hubert Annen

Dozent für Militärpsychologie und Militärpädagogik Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich

Persönliche Seite von Dr. Hubert Annen

 

 

Selection and Assessment Center (1 Tag)

Lernziele

  • Die meist genutzten Mittel zur Personalselektion, sowie deren Möglichkeiten und Limitationen beschreiben.
  • Die Methode “Assessment Center” und deren Einfluss auf die Führungskultur einer Organisation verstehen.
  • Anwendung von Grundprinzipen und Richtlinien der “Assessment Center”-Methode in einem spezifischen organisationalen Kontext.

Inhalte

  • Möglichkeiten und Limitationen verschiedener Mittel der Personalselektion.
  • Einfluss von Personalselektion auf die Organisations- und Führungskultur.
  • Relevanz der Selektion von Führungskräften.
  • Richtlinien bei der Anwendung von «Assessment Centers».
  • Praktische Anwendung der «Assessment Center»-Methode.

 

Dr. Hubert Annen

Dozent für Militärpsychologie und Militärpädagogik Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich

Persönliche Seite von Dr. Hubert Annen

 

 

Five Elements of Diversity (1 Tag)

Lernziele

  • Diversität & Inklusion sowie deren Wichtigkeit in Unternehmen und der Gesellschaft beschreiben und erklären können.
  • 5 Hauptelemente von Diversität (Gender, Geographie, Generation, Beeinträchtigung und sexuelle Orientierung) verstehen.
  • Hindernisse auf dem Weg zu Diversität & Inklusion verstehen und wissen wie diese überwunden werden können.
  • Praktische Anwendung des Erlernten: Entwicklung einer Strategie und eines Aktionsplans um die eigene Organisation diverser und inklusiver zu gestalten.

Inhalte

  • Gender, Geographie, Generation, Beeinträchtigung und sexuelle Orientierung.
  • Entmystifizierung von Unterschieden.
  • Talent, Performance, Innovation und Effizienz.
  • Hindernisse auf dem Weg zu Diversität & Inklusion.
  • Auffälligen Wandel herbeiführen.
  • Den eigenen Weg zu mehr Diversität & Inklusion definieren.

 

Sue Johnson

Inclusion & Diversity Consultant at PwC

Persönliche Seite von Sue Johnson

 

 

Inclusive Leadership (1 Tag)

Lernziele

  • Selbstwahrnehmung und seine positiven Einflüsse auf die Interaktion mit anderen Personen verstehen.
  • Charakteristika und mögliche Missverständnisse von verschiedenen Kommunikationsstilen verstehen.
  • Methoden hin zu einer besseren Kommunikation.
  • Vertrauen und individuell unterschiedliche Formen der Vertrauensbildung verstehen.
  • Methoden, um inklusiv, willkommen und wertschätzend zu werden.
  • Schwierige Situationen meistern und zwischen gegenteiligen Interessen vermitteln.
  • Methoden, eine inklusive Unternehmenskultur aufzubauen und zu erhalten.

Inhalte

  • Selbstwahrnehmung und wie diese die Interaktion mit anderen positiv beeinflusst.
  • Kommunikation: Schaffung einer «speak-up-Kultur»
  • Soziale Interaktionen: Wie vertrauensvolle Beziehungen entstehen.
  • Synergien schaffen: Wie inklusive Unternehmenskulturen entstehen.

 

Sue Johnson

Inclusion & Diversity Consultant at PwC

Persönliche Seite von Sue Johnson

 

 

Einzelseminare CAS Information Management and Leadership

Der «CAS in Information Management and Leadership» befasst sich mit dem Informationsmanagement in anspruchsvollen und unübersichtlichen Lagen. Dabei wird der Begriff der Information aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und in einen Zusammenhang mit Führungssituationen gebracht. Der Umgang mit Unsicherheit und Komplexität wird anhand von Beispielen trainiert. Der Lehrgang thematisiert den ganzen Lebenszyklus von Informationen und zeigt dabei den Wert von «lernenden Organisationen» in von Unübersichtlichkeit und Komplexität geprägten Kontexten auf.

Data, Information and Knowledge – Terms and Concepts (1 Tag)

Lernziele

  • «Information» als Begriff und anhand verschiedener Theorien verstehen.
  • Die Rolle von Information in der Führungspraxis verstehen.

Inhalte

  • Mathematische Informationstheorie nach Shannon (inkl. Konzept der Entropie als Messgrösse für Ungewissheit).
  • Algorithmische und semantische Informationstheorie (inkl. Anwendung von Informationstheorie in der Wissenschaft).
  • Führung als Informationsmanipulation.

 

Dr. Florian Demont

Wissenschaftlicher Assistent Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich

Persönliche Seite von Dr. Florian Demont

 

 

Digitalization, Information Availability and Sense-making (2 Tage)

Lernziele

  • Mentale Modelle beschreiben und charakterisieren und wie diese individuelle strategische Aktionen befähigen oder limitieren
  • Verstehen wie Mentale Modelle und Handlungen in einem positiven bzw. negativen Verhältnis stehen.
  • Anwendung von Methoden, wie Individuen und Organisationen mit Unerwartetem umgehen.
  • Anpassungen von individuellen und organisationalen Mentalen Modellen vornehmen in einem veränderlichen Umfeld.
  • Lernen das eigene Entscheidungsverhalten und das anderer Personen zu reflektieren und weiterzuentwickeln basierend auf Erkenntnissen aus der Wirtschaftswissenschaft und kognitiven Sozialpsychologie.

Inhalte

  • Risiko und Ungewissheit.
  • Wahrnehmungstheorie.
  • Methoden zur Reduzierung von Ungewissheit.
  • Entscheidungs- und Sinngebungsprozesse.
  • Verbesserung alltäglicher Praktiken im Umgang mit Unvorhergesehenem.

 

Dr. Simon Zemp

Dozent für Ökonomie an der Hochschule Luzern - Informatik

Persönliche Seite von Dr. Simon Zemp

 

 

Asymmetric Information (1 Tag)

Lernziele

  • Situationen mit unvollständiger und/oder mangelhafter Information unterscheiden können, diese Situationen als Spiele repräsentieren können. Daraus optimale Entscheide für Entscheidungsträgerinnen und -träger bestimmen und zuverlässige Ergebnisse vorauszusagen.
  • Aktualisierung von Informationen, basierend auf früheren Erwartungen, Erwartungen bezüglich der Strategien von Entscheidungsträgerinnen und –trägern, und den beobachteten Entscheiden.
  • Verstehen wie (i.) kostspielige Handlungen Entscheidungsträgerinnen und –träger ermöglichen, überzeugend private Informationen aufzudecken, (ii.) «Screening-Instrumente» uninformierten Parteien die Herausgabe privater Informationen durch Selbstselektion ermöglicht und (iii.) wie uninformierte Parteien Verträge mit Anreizsystem verwenden können, um informierte Parteien zu einem gewünschten Verhalten anzuregen.
  • Informationen interpretieren, unter Berücksichtigung strategischer Anreize und den Regeln gemeinsam gefällter Entscheide.

Inhalte

  • Prinzipien der rationalen Entscheidungsfindung in einem Einzel- und Mehrpersonenumfeld.
  • Strategische Situationen mit unvollständiger und mangelhafter Information: Typen, Repräsentation, Regeln für Informationsaktualisierung, Regeln der Entscheidungsfindung und Voraussetzungen für Gleichgewichtszustand.
  • Negativauswahl.
  • Subjektives Risiko.
  • Unvoreingenommene Information in der direkten Kommunikation und die Nutzung privater Information in Auktionen und Jurys.

 

Prof. Dr. Simon Lüchinger

Professor für Ökonomie an der Universität Luzern

Persönliche Seite von Prof. Dr. Simon Lüchinger

 

 

 

Beyond Leadership – Dealing with Uncertainty (2 Tage)

Lernziele

  • Beurteilung der Signifikanz und des Potentials von interdisziplinären Kooperationsmodellen, basierend auf dem Konzept «Beyond Leadership».
  • Dimensionen und Auswirkungen von Motivation und Identifikation auf die Leistung verstehen.

Inhalte

  • Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit in modernen Organisationen.
  • Konzept «Beyond Leadership».

 

Matthias Mölleney

Leitung des Centers für Human Resources Management & Leadership an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich

Persönliche Seite von Matthias Mölleney

 

Digital Technologies and their Impact (2 Tage)

Lernziele

  • Rolle digitaler Technologien, insbesondere der Sozialen Medien, auf die Kommunikation, die soziale Konnektivität und die soziale Kluft beschreiben, verstehen und evaluieren.
  • Verstehen wie Digitale Ökonomie, Datensammlung, Tracking und algorithmische Berechnungen funktionieren.
  • Die Mechanismen von Sozialen Medien, die Verbreitung von (manipulativen) News und das zielgerichtete Marketing verstehen sowie deren Rolle in der Entscheidungsfindung evaluieren.

Inhalte

  • Digitale Technologien und Vernetzung: Gemeinschaften und Kommunikation – wie Soziale Medien funktionieren und wie diese sich von konventionellen Medien unterscheiden.
  • Daten, Algorithmen und die digitale Ökonomie.
  • Wie können Falschinformationen entdeckt werden? Wie verbreiten sich «Fake News»?
  • Der Einfluss von digitalen Technologien auf die Kommunikation, auf Organisationen und auf demokratische Prozesse.

 

Prof. Dr. Sophie Mützel

Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Medien und Netzwerke an der Universität Luzern

Persönliche Seite von Prof. Dr. Sophie Mützel

 

 

Organizational Learning in High-Reliability Organizations and Beyond (2 Tage)

Lernziele

  • «Organisationales Lernen» und seine Wichtigkeit verstehen. Mittel anwenden, die «Organisationales Lernen» fördern.
  • «High reliability organization (HRO)» erklären können und beurteilen ob und wie das eigene berufliche Umfeld zu einer HRO werden könnte.
  • «Just Culture», damit verbundene hinderliche und befähigende Faktoren und die Wichtigkeit von «Just Culture» für das Organisationale Lernen und die eigene Organisation verstehen.
  • Umgang mit Risiken in Organisationen, mit besonderem Fokus auf Digitalisierung und Automatisierung.
  • Sicherheitsmanagment und Management von Unsicherheit, speziell im Hinblick auf automatisierte Systeme.

Inhalte

  • Organisationales Lernen.
  • High reliability organization (HRO).
  • Just Culture.
  • Fallbeispiele von organisationalem Lernen in HROs.
  • Umgang mit Risiken in Organisationen.
  • Umgang mit Risiken wie Digitalisierung und Automatisierung.

 

Dr. Sc. ETH Nadine Bienefeld

Oberassistentin und Dozentin an der ETH Zürich, Department of Management, Technology and Economics

Persönliche Seite von Dr. Sc. ETH Nadine Bienefeld

 

 

Studiengebühren und Zulassung

1-tägiges Seminar:           CHF 850

2-tägiges Seminar:           CHF 1300

4-tägiges Seminar:           CHF 2500

 

Im Preis inbegriffen sind die Kursunterlagen, der Zugang zur elektronischen Lernplattform sowie alle administrativen Dienstleistungen. Nicht inbegriffen sind Anreise, Verpflegung und allfällige Unterkunft.

Die Teilnahme an den Einzelseminaren benötigt keinen akademischen Abschluss. Die notwendigen Sprachkenntnisse (eine Landessprache nach Wahl und Englisch) sind für die erfolgreiche Absolvierung Voraussetzung.

Für die Absolvierung eines kompletten CAS oder des kompletten MAS benötigen Sie einen Hochschulabschluss (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule). Weitere Informationen dazu finden Sie unter Studiengebühren, Zulassung und Reglement des MAS Effective Leadership. Wenn Sie über keine akademische Vorbildung verfügen, besteht die Möglichkeit einer «sur dossier»-Bewerbung.

Anmeldung und weitere Informationen

Eine Anmeldung für die Einzelseminare ist jeweils bis zwei Wochen vor Kursbeginn möglich. Die Termine der Einzelseminare sind im Anmeldeformular ersichtlich und werden jeweils 7–9 Monate vor Durchführung veröffentlicht.

 

Anmeldeformular

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Programmleiter:

effectiveleadershipremove-this.@remove-this.unilu.ch