Die Uni-Leitung hat am 13. März 2020 entschieden, dass es im FS20 keine Präsenzprüfungen geben wird. Folglich müssen viele Leistungsnachweise, die bisher auf Präsenz im Uni-Gebäude aufgebaut haben, in eine alternative Form der Absenzprüfung umgewandelt werden. Wir bieten auf dieser Website konkrete Vorschläge für die Umsetzung diverser Leistungsnachweise und Beratung dazu an. Die Entscheidung, welche Umsetzung für welchen Leistungsnachweis gewählt wird, liegt bei den Dozierenden. Für fakultätsspezifische Bestimmungen wenden Sie sich an Ihren Fakultätsmanager oder Ihre Fakultätsmanagerin.

Weitere Unterstützung finden Sie unter folgenden Websites:

www.unilu.ch/ZOOM für Unterstützung beim Einsatz von ZOOM in der Lehre

www.unilu.ch/HYBRID für Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung hybrider Lehre

Auswertungen von OLAT-Prüfungen

Die Auswertung von OLAT-Prüfungen erscheint auf den ersten Blick etwas verwirrend. Die Taskforce Leistungsnachweise hat einen Überblick erstellt, wie die Auswertung funktioniert. Gut zu wissen: Freitextantworten müssen grundsätzlich ausserhalb von OLAT bewertet werden. Sollten ausserdem Datensätze von einzelnen Studierenden fehlen, kann es daran liegen, dass diese Studierenden nicht am Ende des Tests auf "Test beenden" geklickt haben. Diese Daten sind nicht verloren, Sie können diese Datensätze "einziehen".

Sollten Sie darüber hinaus auf Probleme stossen, die mit dieser Anleitung nicht gelöst werden können, wenden Sie sich bitte umgehend an zentrum.lehreremove-this.@remove-this.unilu.ch

Anleitung zur Auswertung von OLAT-Prüfungen

Beratungsangebote für Dozierende

Die Taskforce Leistungsnachweise stellt den Dozierenden der Universität Luzern ein vierstufiges Beratungssystem zur Verfügung:

  1. Website www.unilu.ch/LN
  2. Beratung via ZOOM
  3. Zentrale Email-Adresse: zentrum.lehreremove-this.@remove-this.unilu.ch
  4. Notfall-Telefon: 041 229 51 20

1. Website www.unilu.ch/LN

Dies ist diese Website, auf der Sie sich momentan befinden. Hier finden Sie Tipps zu allen Leistungsnachweisen, die nach unserem Wissensstand an der Universität Luzern geplant sind und eine alternative Umsetzung gegenüber der Präsenzvariante benötigen. Wählen Sie dafür bitte weiter unten den entsprechenden Tab aus (zum Beispiel "Schriftliche Klausuren") und öffnen Sie die für Sie relevanten Einträge. Dort finden Sie je eine Beschreibung zur Umsetzung und eine Erläuterung der Vorteile und Nachteile dieser alternativen Form gegenüber der gewohnten Präsenzvariante und gegenüber den anderen Umsetzungsmöglichkeiten (z.B. online vs. offline).

Bitte beachten Sie auch die Website www.unilu.ch/zoom. Auch diese Website wird weiterhin betreut und laufend aktualisiert.

2. Beratung via ZOOM

Das Team Taskforce Leistungsnachweise führt zu definierten Zeiten Beratungen via ZOOM durch. Dies können allgemeine Fragerunden sein oder themenspezifische Beratungen, z.B. zur Umsetzung von MC-Prüfungen oder zur Verminderung von Betrugsversuchen. Bitte beachten Sie die laufend aktualisierten Zeiten am Anfang dieser Webpage. Gerne können Sie Ihre Vorschläge zu themenspezifischen Beratungen an zentrum.lehre@unilu.ch richten.

Benutzen Sie für alle ZOOM-Beratungen den Link, den Sie am Samstag, 11. April 2020, mit der Email vom Zentrum Lehre erhalten haben.

3. Zentrale Email-Adresse: zentrum.lehre@unilu.ch

Bitte verwenden Sie die Email-Adresse zentrum.lehreremove-this.@remove-this.unilu.ch für alle Anfragen zum Thema Leistungnachweise oder ZOOM. Dieses Postfach wird von allen Mitgliedern der Taskforce Leistungsnachweise betreut, eine zeitnahe Antwort wird zu üblichen Bürozeiten gewährleistet.

4. Notfall-Telefon: 041 229 51 20

Sollte Ihre Anfrage durch die obenstehenden Beratungsangebote nicht gelöst werden können, oder benötigen Sie sehr dringend Unterstützung, so können Sie die Hotline der Taskforce Leistungsnachweise anrufen: 041 229 51 20. (Bitte lang klingeln lassen!) Diese Nummer wird von Bernhard Lange beantwortet.

Beratungsangebote für Studierende

Die universitäre Taskforce Leistungsnachweise des Zentrums Lehre hat sich im Rahmen der Umstellung der Leistungsnachweise auf digitale Formate für das FS 2020 auch massgeblich mit dem Informations- und Beratungsangebot für Sie als Studierende beschäftigt. Sehr gerne möchten wir Sie im Folgenden über dieses Angebot informieren. Bitte beachten Sie, dass dieses Angebot komplementär zu den Angeboten Ihrer Fakultät / Ihres Departements und Ihrer Dozierenden angelegt ist und diese nicht ersetzt.

Wichtiger Hinweis zu den Voraussetzungen am Prüfungsort:
Stellen Sie bitte grundsätzlich sicher, dass an Ihrem Prüfungsort die technischen und räumlichen Möglichkeiten (PC mit Internetanschluss und mit Audio- und Videoübertragungsmöglichkeit, störungsfreier Ablauf möglich in separatem Raum über die gesamte Prüfungsdauer) gegeben sind. Falls dies nicht der Fall sein sollte, kontaktieren Sie bitte rasch Ihre Studiengangsverantwortlichen der jeweiligen Fakultät oder des Departements! 

Die Taskforce Leistungsnachweise stellt den Studierenden der Universität Luzern ein dreistufiges Beratungssystem zur Verfügung:

  1. Website www.unilu.ch/LN
  2. OLAT/Moodle-Prüfungssimulationen
  3. Frequently Asked Questions

1. Website www.unilu.ch/LN

Dies ist die Website, auf der Sie sich momentan befinden. Hier finden Sie spezifische Angaben und organisatorische Hinweise zu den speziell für Sie vorgesehenen ZOOM-Sprechstunden. Ganz unten auf dieser Website finden Sie die FAQs. Bitte beachten Sie auch die Website www.unilu.ch/zoom. Auch diese Website wird weiterhin betreut und laufend aktualisiert.

2. OLAT/Moodle-Prüfungssimulationen

Die Taskforce Leistungsnachweise bietet OLAT-Testläufe für Studierende an. Diese sollen Ihnen zeigen, wie eine Prüfung in OLAT (bzw. in Moodle) aufgebaut ist und wie unterschiedliche Fragetypen dargestellt werden (Single Choice, Multiple Choice, K-Prim, Lückentext, Freitext). Im Vordergrund steht der Test der technischen Voraussetzungen an Ihrem jeweiligen Prüfungsort sowie das Vertrautmachen und das Training mit den gängigen Software Tools in den digitalen Formaten. Ergänzt werden die Probeprüfungen mit einer kurzen Einführung via ZOOM.

Bitte beachten Sie: Sofern nicht anders angegeben, spielen wir in diesen Prüfungssimulation NICHT eine bestimmte Prüfungssituation durch, wie sie von einer Fakultät oder von einem oder einer Dozierenden durchgeführt wird. Die Prüfungssimulationen stellen somit keine Vorlage einer Standardlösung oder einer verbindlichen Prüfung dar und dienen nicht der Vorbereitung von Prüfungsinhalten. Wir bieten stattdessen einen prototypischen Ablauf mit ZOOM und OLAT und integrieren in diesen gleichzeitig diverse denkbare Prüfungs-Szenarien. Sie lernen Funktionen wie den Warteraum in ZOOM kennen oder den Grafikupload per Handy in OLAT. Damit sollen Studierende einen ersten Eindruck erhalten und die Möglichkeit erhalten, Fragen zu stellen. Fakultätsspezifische bzw. Dozierenden-spezifische Testläufe wird es davon unabhängig geben, Sie werden darüber informiert.

Die Zeitfenster, in welchen diese Prüfungssimulationen stattfinden, werden immer am Anfang dieser Website aktualisiert. Zu den Probeprüfungen mit Moodle, das vor allem im Studiengang MSc Gesundheitswissenschaften genutzt wird, erhalten die betroffenen Studierenden direkt weiterführende Information.

Prüfungssimulation auf OLAT

Mit diesem OLAT-Kurs können Sie sich mit den verschiedenen Fragetypen auf OLAT vertraut machen. Der Kurs ist jederzeit zugänglich, der darin enthaltene Testbaustein kann beliebig oft wiederholt werden: https://lms.uzh.ch/auth/RepositoryEntry/16772038853/CourseNode/101602131095308

3. FAQ

Am Ende dieser Website finden Sie die FAQ mit einer für Studierende eingerichteten Rubrik. Sollten Sie weitere Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an zentrum.lehreremove-this.@remove-this.unilu.ch.

 

Rechtssicherheit

Die Planung, Umsetzung und Durchführung der Leistungsnachweise orientiert sich an geltendem Verfassungs- und Bundesrecht, unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzrechts.
Weiterhin gelten (insbesondere auch) folgende (Rechts-)Erlasse:

  • Das Universitätsgesetz sowie das Universitätsstatut auf gesamtuniversitärer Stufe
  • Sämtliche Reglemente der Fakultäten gemäss der systematischen Rechtssammlung des Kantons Luzern
  • Studien-, Prüfungsordnungen, Wegleitungen, Studienpläne, Merkblätter und weitere universitätsrechtliche Erlasse.

Nötigenfalls behalten sich der Universitätsrat der Universität Luzern, die Universitätsleitung und die “AG Corona” vor, durch den Erlass von Notregelungen von einschränkenden Vorgaben zu den Leistungs-nachweisen abzuweichen. Solche Erlasse werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt kommuniziert.
Besonders zu beachten gilt, dass infolge der Corona-Situation teilweise alternative Leistungsnachweise an den verschiedenen Fakultäten der Universität Luzern zur Anwendung kommen werden. Dies stellt ein prüfungstechnisches Novum und eine beträchtliche rechtliche Herausforderung dar, insbesondere in Anbetracht der besonderen Anforderungen an die dafür notwendigen technischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Oberstes Gebot und Ziel liegt darin, Online-Prüfungen rechtlich möglichst so fair und sicher wie schriftliche Klausuren auszugestalten und dadurch Rechts- und Rekurssicherheit zu gewährleisten.

 

Mitarbeitende

Foto Bernhard Lange

Dr. phil. Bernhard Lange

Leitung Taskforce Leistungsnachweise

bernhard.langeremove-this.@remove-this.unilu.ch

Dr. med. Dipl. Päd. Waltraud Georg

Stellvertretung Taskforce Leistungsnachweise

Verantwortung Leistungsnachweise

waltraud.georgremove-this.@remove-this.unilu.ch

Julian Miotk M.A.

Vertretung Theologische Fakultät

Co-Verantwortung Leistungsnachweise

julian.miotkremove-this.@remove-this.unilu.ch

Foto Fabienne Graf

Fabienne Graf, MLaw

Vertretung Rechtswissenschaftliche Fakultät

Co-Verantwortung Leistungsnachweise

fabienne.grafremove-this.@remove-this.unilu.ch

Naemi Jacob, MSc

Vertretung Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Verantwortung Beratungsangebot

naemi.jacobremove-this.@remove-this.unilu.ch

Emiliano Chiera, MLaw

Vertretung Rechtswissenschaftliche Fakultät

Verantwortung Rechtssicherheit

emiliano.chieraremove-this.@remove-this.unilu.ch

Dr. Christian Schirlo, MME

Vertretung Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin

Verantwortung Information

christian.schirloremove-this.@remove-this.unilu.ch

 

Sebastian Heinis

Studierendenvertretung

sebastian.heinisremove-this.@remove-this.stud.unilu.ch

Alternative Leistungsnachweise

Schriftliche Arbeit

Leistungsnachweise, die ohnehin nicht in Präsenz an der Uni unter Aufsicht gehalten werden, können unverändert weitergeführt werden. Dies gilt für Seminararbeiten, Dissertationen und Poster genau so wie für alle digitalen Prüfungsformate. Die unbedingt empfohlene Besprechung eines solchen Leistungsnachweises kann sehr gut wie gewohnt über ZOOM erfolgen. Empfohlen wird hierbei ausserdem, die Abgabefristen zu verschieben, da die Belastung vieler Studierender aufgrund ausseruniversitärer, notwendiger Aktivitäten wie zum Beispiel Kinderbetreuung oder Militäreinsatz stark gestiegen sein kann.

Mündliche Prüfung

Mündliche Prüfungen sind auch unter Corona-Bedingungen relativ leicht und in gewohnter Art umzusetzen. Meist finden solche Prüfungen zu dritt statt mit PrüferIn, StudentIn und ProtokollantIn. Die bereits gut eingeübte Plattform ZOOM ermöglicht dies mit der Einstellung "Warteraum", deren Einrichtung hier beschrieben wird. Wie auch bei mündlichen Präsenzprüfungen besteht die Möglichkeit, dass sich Studierende ausserhalb der Prüfungen über die Fragen austauschen. Daher ist grundsätzlich zu empfehlen, die Fragen und Inhalte zu individualisieren: Verschiedene Themenfelder und Beispiele für Studierende, erläutern der Antworten am selbstgewählten Beispiel, Randomisierung der Fragen. Ein vorab vermitteltes Kriterienraster verschafft zudem Transparenz und Sicherheit für die Studierenden.

Prüfungsgespräch (Einzeln oder in Kleingruppen) via ZOOM

Das Prüfungsgespräch findet im Live-Online Modus statt und wird im Rahmen einer Videokonferenz (via Zoom) von Prüflingen und Prüfenden durchgeführt.

Mögliches Procedere für die Vorbereitung und Durchführung einer Prüfung:

  1. Prüfungsgespräch über «Ein Meeting veranstalten» zeitig vorher in Zoom planen (s.o. unter “Zoom-Meeting für mündliche Prüfung einrichten”).
  2. Meeting-ID bzw. Meeting-Link und Meeting Passwort (!) rechtzeitig per Mail an die Prüflinge verschicken. 
  3. Testdurchlauf der Prüfung mit Mitarbeiter*Innen der «Task Force Leistungsnachweis» oder Kolleg*Innen, Assistierenden simulieren, um Störungen grösstenteils vorher zu minimieren und das Handling der Software zu erproben.
  4. Zu Beginn der Prüfung Identität des Studierenden kontrollieren. 
  5. Gemeinsame Absprache darüber treffen, ob die Prüfung in Zoom aufgezeichnet wird (Vorteil: bietet Sicherheit für beide Seiten).
  6. Prüfling zeigt mit der Kamera seinen Prüfungsraum und Tisch, damit eine Prüfung ohne Hilfsmittel weitestgehend sichergestellt werden kann.
  7. Prüfling “teilt” wahlweise (während der Prüfung) seinen Bildschirm, um ebenfalls sicherzustellen, dass ohne Hilfsmittel gearbeitet wird.  
  8. Zur Notenfindung werden die Prüflinge wieder in den Warteraum «herausgeschickt» und anschließend «hereingeholt». 
  9. Zur Dokumentation der Prüfung ist es auch möglich, sofern das Einverständnis aller beteiligten Personen vorliegt, die aufgezeichnete Videokonferenz und somit das Prüfungsgeschehen zu speichern: https://www.youtube.com/watch?v=kGxR5_BHgEY

Vorteile

  • Umsetzung nahezu 1:1 möglich
  • Aufzeichnung möglich

Nachteile

  • Risiko: instabile Internetverbindung
  • Ggf. unzureichende technische Ausstattung

Präsentation via ZOOM

Die Präsentation im Live-Online Modus findet im Rahmen einer Videokonferenz (via Zoom) von Präsentierenden und Prüfenden statt.

Die Präsentationsprüfung ist nahezu 1:1 umsetzbar und vergleichbar mit einem klassischen Präsentationssetting an der Universität. Die Studierenden präsentieren ihre Präsentationsinhalte vor der Kamera im Rahmen einer Videokonferenz. Rückfragen während der Prüfung sind somit jederzeit durch den Prüfenden möglich. Faktoren der Präsentationskompetenz, wie z.B. Körperhaltung oder nonverbale Interaktion entfallen hier größtenteils.

Mögliches Procedere für die Vorbereitung und Durchführung einer Prüfung (ähnliches Vorgehen wie oben unter “Prüfungsgespräch”):

  1. Prüfungsgespräch über «Ein Meeting veranstalten» zeitig vorher in Zoom planen (s.o. unter “Zoom-Meeting für mündliche Prüfung einrichten”).
  2. Meeting-ID bzw. Meeting-Link und Meeting Passwort (!) rechtzeitig per Mail an die Prüflinge verschicken. 
  3. Testdurchlauf der Prüfung mit Mitarbeiter*Innen der «Task Force Leistungsnachweis» oder Kolleg*Innen, Assistierenden simulieren, um Störungen grösstenteils vorher zu minimieren und das Handling der Software zu erproben.
  4. Zu Beginn der Prüfung Identität des Studierenden kontrollieren.
  5. Gemeinsame Absprache darüber treffen, ob die Prüfung in Zoom aufgezeichnet wird (Vorteil: bietet Sicherheit für beide Seiten).
  6. Über die Funktion «Bildschirm freigeben» teilen die Studierenden ihre Präsentationsgrundlage (PPT, Handout, PDFs oder auch abfotografierte Flipcharts) digital mit den Prüfenden. 
  7. Zur Notenfindung werden die Prüflinge wieder in den Warteraum «herausgeschickt» und anschließend «hereingeholt»
  8. Zur Dokumentation der Prüfung ist es auch möglich, sofern das Einverständnis aller beteiligten Personen vorliegt, die aufgezeichnete Videokonferenz und somit das Prüfungsgeschehen zu speichern. https://www.youtube.com/watch?v=kGxR5_BHgEY

Vorteile

  • Umsetzung nahezu 1:1 möglich

Nachteile

  • Viele Faktoren der Präsentationskompetenz fallen weg: Körperhaltung, Umgang mit PowerPoint, nonverbale Interaktion etc.

Präsentation via PPT-Aufzeichnung und ZOOM

Bei diesem Modus wird die Präsentation vorab (Offline) vom Präsentierenden aufgenommen und kann anschliessend vom Dozierenden mehrfach abgespielt bzw. betrachtet werden. Durch diesen Modus sind keine spontanen Rückfragen während der Präsentation möglich, sondern erst im Nachgespräch per Videokonferenz.

Mögliches Procedere für die Vorbereitung und Durchführung einer Prüfung 

 Die Aufzeichnung der Präsentation ist im Programm Power-Point einfach zu handhaben:

  1. Unter dem Menüpunkt “Bildschirmpräsentation”  befindet sich die Auswahlmöglichkeit “Bildschirmpräsentation aufzeichnen” und nach der Auswahl wird man durch weitere Schritte geleitet.
  2. Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung und Videoanleitung für das Vorgehen findet sich unter:  

Es können mit dieser Funktion entweder einzelne Folien kommentiert/ besprochen oder ganze Foliensätze kommentiert werden.

Die  Datengrösse der Dateien, die bei dieser Funktion generiert wird, ist um einiges höher als bei einer normalen PPT-Präsentation. Die Dateigrösse lässt sich in PPT selbst unter “speichern unter” mit der Funktion “komprimieren” verkleinern. Somit lassen sich die Dateien problemlos in OLAT stellen oder per Mail verschicken.

Nachdem der Prüfling seine Präsentation kommentiert/ besprochen und es dem Prüfenden zur Verfügung gestellt hat, ist anschließend zusätzlich möglich eine Nachgespräch bzw. Prüfungsgespräch via Zoom zu führen (s. oben unter: unter “Prüfungsgespräch: Einzeln oder in Kleingruppen”).

Vorteile

  • Einfache Handhabung im PPT Aufnahmemodus
  • Mehrfachbetrachtung der Präsentation möglich

Nachteile

  • Keine spontanen Rückfragen während der Präsentaiton möglich, erst im Nachgespräch

Schriftliche Klausur

Unter schriftlichen Klausuren fassen wir sämtliche Closed Book Prüfungen zusammen, also die klassischen Klausuren vor Ort, in der viele Studierende gleichzeitig im selben Raum unter Aufsicht mit denselben Fragen schriftlich geprüft werden. Hilfsmittel sind entweder gar nicht oder nur sehr klar definiert zugelassen, zum Beispiel ein Wörterbuch, ein Gesetzestext oder auch die Vorlesungsmitschriften. Hier finden Sie Vorschläge, wie diverse schriftliche Klausurvarianten im Corona-bedingten Absenzmodus umgesetzt werden können.

Beim Erstellen der Prüfung sollen folgende Aspekte bedacht und vor Beginn der Prüfung definiert und an die Studierenden kommuniziert werden:

  • die Anzahl und Art der Aufgaben
  • die zur Verfügung stehende Zeit zur Bearbeitung der Aufgaben (Orientierung am Prüfungsplan)
  • erlaubte Hilfsmittel (dabei muss bedacht werden, dass nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, dass weitere Hilfsmittel verwendet werden)
  • Art des Versands und der Rücknahme der Prüfungen (bspw. via OLAT/Mail)
  • Bewertungskriterien als Richtlinien für die Studierenden

Abschlussklausur, Kurzessay, Fallbearbeitung

Formate wie die Ausarbeitung von „Abschlussklausuren, Kurzessays und Falllbearbeitungen“ erfordern von den Studierenden eine vertiefte Beschäftigung mit dem Thema. Sie ermöglichen es Ihnen als Dozierende, eine bessere Einschätzung des Kenntnisstandes und des Verständnisses von Sachverhalten der jeweiligen Studierenden vorzunehmen. Die Gestaltung als Open Book Klausur verringert die Sinnhaftigkeit des Betrugs. Mit dem Hinweis auf den Einsatz der Plagiatssoftware „Turnitin“ und mittels einer unterschriebenen „Redlichkeitserklärung“ sollten Betrugsversuche minimiert werden können.

Online per OLAT

Mit dem Frage-Element "Freitext" können auch Abschlussprüfungen und andere lange Textantworten realisiert werden. Die Grösse des Antwortfeldes kann entsprechend für mehrere Seiten getippten Text eingestellt werden. Auch Zwischenspeichern ist möglich. Wichtig ist die Organisation der Überschriften und Beschreibungen der verschiedenen Elemente Test-Datei, Struktur und Freiantwort.

  1. Fügen Sie im Kurseditor den Kursbaustein "Test" ein. Gehen Sie wie oben beschrieben vor, um den Zugang einzurichten.
  2. Gehen Sie wie oben beschrieben vor, um im Tab "Test-Konfiguration" die Datei mit den Prüfungsfragen einzurichten.
  3. Fügen Sie unter "Elemente hinzufügen" eine "Sektion" hinzu.

    • Geben Sie als Titel z.B: "Organisatorisches" ein.
    • Geben Sie im Feld "Beschreibung" alle Hinweise für die Prüfung ein, die Studierende im Vorfeld lesen sollen, z.B.: Bedingungen für die Prüfung wie Zeitdauer und zugelassene Hilfsmittel, Anweisungen für das Einreichen der Antwort oder für die Redlichkeitserklärung, Hinweis, dass die Prüfungsdauer mit einem Klick auf "Fragestellung" beginnt, etc. Geben Sie hier NICHT die Fragestellung ein.
    • Zeitbeschränkung für die ganze Sektion: NEIN

  4. Fügen Sie unter "Elemente hinzufügen" einen "Freitext" hinzu.

    • Geben Sie als Titel "Fragestellung" ein.
    • Wiederholen Sie im Beschreibungsfeld die relevanten organisatorischen Informationen für die Prüfung, die die Studierenden während der Beantwortung stets im Blick haben sollen, z.B.: Hinweis: Die Zeit läuft!, erlaubte Hilfsmittel, "Viel Erfolg", etc. Ergänzen Sie die Frage mit einem Hinweis ähnlich dem Folgenden: "Speichern Sie regelmässig! Jegliche nicht gespeicherten Inhalte gehen unwiederbringlich verloren und können nicht als Antwort gezählt werden."
    • Zeitbeschränkung: JA
    • Zeitbeschränkung Minuten: die gesamte Testdauer, z.B. 240 für 4 Stunden.
    • Im Reiter "Frage/Antworten" geben Sie bitte die komplett ausformulierte Frage ein, die von den Studierenden beantwortet werden soll.

Offline per Email oder OLAT

Sie stellen den Studierenden die Aufgaben zu einem festgelegten Zeitpunkt per Mail oder in OLAT zur Verfügung. Das Einreichen der Arbeit kann ebenfalls per Mail oder durch Hochladen in OLAT erfolgen. Lassen Sie sich den Empfang der Aufgabe per Mail bestätigen. Bestätigen Sie umgekehrt den Eingang der abgegebenen Lösung.

Auswahlantworten (MC, SC, K-Prim), Lückentexte und offene Fragen

Prüfungen mit Auswahlantworten, Lückentexten und kurzen offenen Antworten ermöglichen es, eine grosse Bandbreite von Lernleistungen zu erfassen bei einfach umzusetzender Auswertung. Durch randomisierte Fragen- und Antwortenreihenfolge sowie festgelegte Zeitfenster zur Beantwortung werden Betrugsmöglichkeiten minimiert.

Offene Fragen können mit Auswahlantwortfragen kombiniert werden. Insbesondere wenn die Studierenden darin aufgefordert werden, individuelle Beispiele einzubringen, können Betrugsmöglichkeiten minimiert werden. Die Korrektur wird dadurch zwar etwas aufwändiger, weil offene Antworten manuell bewertet werden müssen. Es ist aber möglich, eine Zeichen- bzw. Wortbegrenzung einzurichten, um die Länge der Antwort zu begrenzen.

Tipps zu Erstellung von Auswahlantwortfragen

Weitere Hinweise zur Erstellung von qualitativ hochwertigen Single-Choice (SC), Multiple-Choice (MC), K-Prim-Fragen und Lückentexten finden Sie hier:

Universität Bern: Anleitung zur Herstellung von MC-Fragen und MC-Prüfungen für die ärztliche Ausbildung

Hochschule Ludwigshafen am Rhein

Universität Hannover

 

Online per OLAT

Alle genannten Fragenformate können in OLAT umgesetzt werden. Prüfungsaufgaben können entweder direkt in OLAT erstellt oder aus bestehenden Dokumenten importiert werden. Nach der vollständigen Ausarbeitung der Prüfungsaufgaben können die Tests zu einem definierten Zeitpunkt durchgeführt werden und die Korrektur von Auswahlantworten (SC, MC, KPrim und Lückentext) erfolgt automatisch.

Anleitung zur Erstellung von MC-Prüfungen mit OLAT

Einen kompletten Überblick über die Test-Funktion in OLAT finden Sie im Benutzerhandbuch unter Tests und Fragebögen erstellen.

OpenOLAT ist eine eigenständige Weiterentwicklung und weist viele Parallelen auf. Auch dafür sind (Video)-Tutorials verfügbar

https://www.youtube.com/playlist?list=PLF9E58BE3B4D57776

https://www.hs-koblenz.de/fileadmin/user_upload/Handbuch_10-3.pdf

 

Vorteile

  • Zeitrahmen automatisch festlegbar
  • Automatische Auswertung
  • Randomisierbare Fragen- und Antwortreihenfolge

Nachteile

  • Etwas aufwändig in der Vorbereitung

Offline per Word

Vorteile

  • Wenig technische Störanfälligkeit

Nachteile

  • Copy/paste leicht möglich

Offline per Papier

Vorteile

  • Wenig technische Störanfälligkeit

Nachteile

  • Muss digitalisiert eingereicht werden
  • Muss zwecks Rechtssicherheit zusätzlich per Post geschickt werden

Grafische Darstellungen & Modellierungen

Prüfungsaufgaben, bei denen Studierende etwas darstellen, bzw. modellieren sollen, sind auch mit digitalen Mitteln möglich.

Offline per Papier, Upload per Scanner oder Foto

Bei dieser Variante werden die Prüfungsaufgaben per Hand auf Papier gelöst. Anschliessend wird ein Scan oder ein Foto der gelösten Prüfung eingereicht. Vorgängig soll abgeklärt werden, ob jedeR Studierende über einen Drucker, Scanner und eine Kamera (z.B. ein Handy) verfügt.

Die Prüfungsaufgaben werden wie gewohnt erstellt und zu Beginn der Prüfung als Word/pdf-Dokument via Mail oder via OLAT an die Studierenden versandt. Die Studierenden laden die Datei runter und drucken diese aus. Anschliessend lösen sie die Aufgaben in einer vorher definierten, ihnen zur Verfügung stehenden Zeit, in dem sie auf den ausgedruckten Prüfungsbogen (oder bei Bedarf auf einem leeren Blatt) Modelle und Grafiken erstellen. Nach Ablauf der Zeit, beziehungsweise sobald sie die Aufgaben gelöst haben, erstellen sie ein Scan/Foto der gelösten Aufgaben und laden diese auf OLAT hoch oder versenden diese an den Dozenten/die Dozentin. Zwecks Rechtssicherheit müssen die Unterlagen zusätzlich per Post an die Dozierenden geschickt werden.

Es wird geraten den Studierenden Empfehlungen zur Dateiart (bspw. jpeg/pdf), zu verwendenden Programmen für die Fotos (bspw. Office Lens/Handykamera) und zur Scanqualität des Druckers (bspw. mind. 300 dpi) abzugeben.

Im Anschluss an die Prüfung werden die eingereichten Scans/Fotos bewertet. Dabei muss beachtet werden, dass zusätzlich zum Grad der Leserlichkeit der Schrift die Qualität des Scans/Fotos unterschiedlich ausfällt.

Vorteile

  • Einfache, gewohnte Handhabung

Nachteile

  • Scan/Fotoqualität unterschiedlich als Bewertungsbasis
  • Muss zwecks Rechtssicherheit zusätzlich per Post geschickt werden

Offline per Software (Word, Visio, etc.)

Bei dieser Variante werden die Prüfungsaufgaben nicht von Hand auf dem Papier sondern via einer Software (Word, Visio, etc.) gelöst. Vorgängig soll unbedingt abgeklärt werden, ob jedeR Studierende über die gewünschte Software verfügt und weiss, wie man damit umgeht.

Die Prüfungsaufgaben werden wie gewohnt erstellt. Das Dokument mit allen Prüfungsaufgaben wird via Mail oder OLAT an die Studierenden versandt. Die Studierenden lösen die gestellten Aufgaben in einer vorher definierten Zeit mithilfe der genannten Software (bspw. Word, Visio, etc.). Nach Ablauf der Zeit, bzw. sobald die Prüfung gelöst ist, wird die erstellte Datei per OLAT/Mail an den Dozenten/die Dozentin zurückgesandt. Dabei soll auf das vom Dozenten/der Dozentin gewünschte Format geachtet und eventuell angepasst werden (bspw. ausgefülltes Word-Dokument in ein pdf umwandeln).

Vorteile

  • Darstellung grafisch schön, einheitlich

Nachteile

  • Kenntnisse der Software notwendig
  • Zugang zu Software notwendig

Berechnungen

Rechenaufgaben, welche bei Präsenzprüfungen in der Universität mit einem Stift und einem (unprogrammierbaren) Taschenrechner als Hilfsmittel auf Papier in einem Hörsaal gelöst werden mussten, können auch mit technischen Mitteln (wie per Software, per Versand via Mail/OLAT, bzw. per OLAT) umgesetzt werden.

Offline per Papier, Upload per Scanner oder Foto

Bei dieser Variante werden die Rechnungsaufgaben per Hand (und mit Hilfe eines Taschenrechners) auf ein Papier gelöst. Ein Scan oder Foto der gelösten Prüfung wird anschliessend eingereicht. Vorgängig soll abgeklärt werden, ob jedeR Studierende über einen Drucker, Scanner und eine Kamera (z.B. ein Handy) verfügt.

Die Prüfungsaufgaben werden wie gewohnt bspw. in Word und anhand von Softwares zur Darstellung von Grafiken, Formeln, etc. erstellt. Das Dokument (im Word/pdf-Format) mit den Prüfungsaufgaben wird via Mail oder via OLAT an die Studierenden versandt. Die Studierenden lösen die Prüfungsaufgaben in einer gewissen, vorher definierten Zeit offline auf Papier. Als Hilfsmittel kann ein (unprogrammierbarer) Taschenrechner erlaubt sein, wobei die Verwendung anderer möglichen Hilfsmittel wie Programme, Internet, etc. nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Nach Ablauf der zur Verfügung stehenden Zeit, bzw. sobald die Studierenden die Prüfung gelöst haben, laden sie einen Scan/ein Foto ihrer ausgefüllten Prüfung auf OLAT hoch oder versenden diese via Mail zurück an den Dozent/die Dozentin. Zwecks Rechtssicherheit müssen die Unterlagen zusätzlich per Post an die Dozierenden geschickt werden.

Es wird geraten den Studierenden Empfehlungen zur Dateiart (bspw. jpeg/pdf), zu verwendenden Programmen für die Fotos (bspw. Office Lens/Handykamera) und zur Scanqualität des Druckers (bspw. mind. 300 dpi) abzugeben.

Im Anschluss an die Prüfung werden die eingereichten Scans/Fotos bewertet. Dabei muss beachtet werden, dass zusätzlich zum Grad der Leserlichkeit der Schrift die Qualität des Scans/Fotos unterschiedlich ausfällt.

Vorteile

  • einfache, gewohnte Handhabung
  • Komplexere Rechenaufgaben und Anworten möglich

Nachteile

  • Scan/Fotoqualität unterschiedlich als Bewertungsbasis
  • Unkontrollierbarkeit der Verwendung von anderen Hilfsmitteln als Taschenrechner
  • Zeitlich längere Auswertung als bei OLAT

Offline per Software (Word, SPSS, R, etc.)

Bei dieser Variante werden die Prüfungsaufgaben nicht von Hand auf dem Papier sondern via einer Software (Word, SPSS, R, etc.) gelöst. Vorgängig soll unbedingt abgeklärt werden, ob jedeR Studierende über die gewünschte Software verfügt und weiss, wie man damit umgeht.

Bei dieser Variante werden die Prüfungsaufgaben wie gewohnt bspw. in Word und anhand von Softwares zur Darstellung von Grafiken, Formeln, etc. erstellt. Das Dokument mit allen Prüfungsaufgaben wird via Mail oder OLAT an die Studierenden versandt. Die Studierenden lösen die gestellten Aufgaben in einer vorher definierten Zeit mithilfe der genannten Software (bspw. Word, Visio, etc.). Nach Ablauf der Zeit, bzw. sobald die Prüfung gelöst ist, wird die erstellte Datei per OLAT/Mail an den Dozenten/die Dozentin zurückgesandt. Dabei soll auf das vom Dozenten/der Dozentin gewünschte Format geachtet und eventuell angepasst werden (bspw. ausgefülltes Word-Dokument in ein pdf umwandeln).

Vorteile

  • Komplexere Rechenaufgaben und Antworten möglich

Nachteile

  • Kenntnisse der Software notwendig
  • Zugang zu Software notwendig

OLAT

Einfache Berechnungsaufgaben (ohne Formeln), beziehungsweise Rechenaufgaben mit einer gewissen Anzahl an Antwortmöglichkeiten (MC, SC und K-Prim) können in OLAT umgesetzt werden.

Informationen zu den spezifischen Funktionalitäten in OLAT finden Sie im Benutzerhandbuch. Wählen Sie den Bereich „Tests und Fragebögen erstellen“.

Prüfungsaufgaben können entweder direkt in OLAT erstellt oder aus bestehenden Dokumenten importiert werden. In den Einstellungen kann ein Zeitpunkt der Durchführung der Prüfung (Startzeitpunkt und Dauer der Prüfung) definiert werden. Die Fragenreihenfolge kann randomisiert werden, um die Wahrscheinlichkeit von Betrug zu verringern. Nach der vollständigen Ausarbeitung der Prüfungsaufgaben können die Tests zu einem definierten Zeitpunkt durchgeführt werden. Die Korrektur von Auswahlantworten (SC, MC und K-Prim) erfolgt automatisch.

Vorteile

  • Einheitliches Design
  • Schnellere und einfachere Auswertung als bei Antworten auf Papier
  • Randomisierbare Fragenreihenfolge

Nachteile

  • Lediglich einfache Rechenaufgaben und Antworten möglich (ohne Formeln, etc.)
  • Unkontrollierbarkeit der Verwendung von anderen Hilsmitteln als Taschenrechner

Spezifische Software (z.B. SPSS, R)

Aufnahme per ZOOM

Vorteile

  • Demonstration der Denkschritte
  • Demonstration der Softwarekompetenz

Nachteile

  • Höherer Zeitaufwand während der Prüfung

Offline per Software

Vorteile

  • Einfache, gewohnte Handhabung

Nachteile

  • Technische Fehlerquellen nicht belegbar

Prüfungsdesign

Hier werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie Leistungsnachweise gestaltet werden können, um Betrugsversuche möglichst zu verhindern. Die Absenz-Situation stellt für unterschiedliche Formen der Leistungsnachweise unterschiedliche Schwierigkeiten dar, auf die es unterschiedliche Antworten gibt. Grundsätzlich kann kaum bis gar nicht gewährleistet werden, dass keine unerlaubten Hilfsmittel eingesetzt werden, was sich nicht zwingend von der gewohnten Präsenz-Situation unterscheidet. Betrug ist theoretisch immer möglich. In Absenz mit den digitalen Kommunikationsmedien eröffnen sich natürlich viele weitere Möglichkeiten zum Betrug. Die Konsequenzen für einen Betrugsversuch bleiben allerdings erhalten, geregelt in den zugehörigen Studien- und Prüfungsordnungen. Die Taskforce Leistungsnachweise arbeitet mit Hochdruck und in enger Zusammenarbeit mit den Fakultäten an passenden Lösungen.

Individualisierung der Leistungsnachweise

Werden Fragen und Aufgaben in Prüfungssettings an mehrere Studierende unverändert weitergegeben, liegt der Betrugsversuch nahe, die richtigen Antworten auszutauschen. Dies ist natürlich in einer Absenz-Situation mit den heutigen digitalen Kommunikationsmedien relativ einfach. Das Problem liegt dabei in der Einheitlichkeit der Fragestellungen, die durch eine Individualisierung der Fragen und/oder Antworten aufgehoben werden kann. Je nach Leistungsnachweis bietet sich dafür die eine oder andere Herangehensweise an.

Selbstgewählte Beispiele

Lassen Sie Ihre Studierenden die Frage an einem selbstgewählten Beispiel erläutern. Selbst wenn die vorhergehenden Fragen im Austausch mit anderen Studierenden beantwortet wurden, so wird jedes Beispiel eigene, individuelle Schwierigkeiten und Notwendigkeiten zur Adaption mit sich bringen. Es muss also ebenso individuell formuliert, analysiert, übertragen werden. Hier zeigt sich, ob der oder die Studierende die überprüften Inhalte selbst beherrscht. Dieser Effekt kann durch eine höhere Punktzahl gegenüber den anderen Antworten verstärkt werden.

Redlichkeitserklärung

Wie bei Abschlussarbeiten üblich, können Sie von den Studierenden eine Redlichkeitserklärung verlangen, dass die Prüfungsleistung nur mit den erlaubten bzw. angegebenen Hilfmitteln erbracht wurde.

Analysieren statt wiedergeben

Fragen und Aufgaben, die vornehmlich Wissenreproduktion verlangen, sind bei in Absenz geschriebenen Leistungsnachweisen wenig aussagekräftig für die Überprüfung der Kompetenzen, da diese per copy-paste schnell zusammengetragen sind und lediglich die digitale Organisiertheit der Studierenden, nicht aber deren Erreichen der Kursziele geprüft wird. Eine Neuformulierung der Prüfungsfragen und -aufgaben ändert diesen Sachverhalt: Gemäss der Taxonomiestufen des Lernens (Bloom 1956; Anderson/Kratwohl 2001) sollten Fragen und Aufgaben also nicht auf den ersten beiden Stufen formuliert werden (erinnern & verstehen), sondern je nach Ziel und Niveau der Lehrveranstaltung möglichst auf die kognitiv anspruchsvolleren Tätigkeiten abzielen (anwenden, analysieren, evaluieren, kreieren). Dies benötigt eine Neugestaltung der Prüfungsfragen und -aufgaben als Ausnahmeregelung während der Coronakrise.

Beispiel gemäss Blooms Taxonomie:

Erinnern: "Nennen Sie die vom BAG vorgeschlagenen Hygiene-Massnahmen."

Verstehen: "Sie erhalten einige aktuelle Kennzahlen zur Verbreitung des Coronavirus in Europa. Basierend auf diesen Kennzahlen sollen Sie den momentanen Zustand der Verbreitung in Europa in eigenen Worten beschreiben."

Anwenden: "Sie erhalten Angaben zu mit dem Coronavirus infizierten und daran verstorbenen Personen einiger Länder. Aufgrund dieser Angaben sollen Sie die Massnahmen dieser Länder bezüglich des Erfolgs der dort vorgenommenen Massnahmen einteilen."

Analysieren: "Sie sehen in einem Film ein Interview mit Rettungssanitätern in Italien. Die Aufgabe dazu lautet: Welche Aspekte/Dimensionen von Belastung werden im Interview angesprochen?"

Synthese: "Entwickeln Sie einen eigenen Index, mit dem Sie den Erfolg der Massnahmen der europäischen Länder messen können."

Beurteilen, Bewerten: "Anzahl der vom Coronavirus infizierten versus der daran gestorbenen Personen; Zeitpunkt und Striktheit des Lockdowns; Situation des Gesundheitssystems vor der Corona-Pandemie: Welcher der drei Indikatoren eignet sich ihrer Meinung nach für die Einschätzung der Wirksamkeit eines Landes in der Bekämpfung des Coronavirus und welcher eher nicht? Begründen Sie Ihre Antwort."

Taxonomiestufen nach Bloom

Quelle der Beispielfragen (angepasst von BL)

Peer-Grading

Peer-Grading kann die Benotung seitens der Dozierenden ergänzen oder ggf. sogar ersetzen. Studierende bewerten dabei die Leistungen der anderen Studierenden nach einem vorgegebenen, transparenten Bewertungsraster. Die Bewertung muss natürlich beidseitig anonym erfolgen. Sehr gut funktioniert dies z.B. für Essays oder Case Studies und andere kurze schriftliche Arbeiten, bei denen Kriterien wie Form und Herangehensweise vergleichsweise normiert sind.

Ghostwriting

Jegliche Leistungsnachweise, die open book und open internet in Absenz geschrieben werden, unterliegen dem Problem, dass dafür ein Ghostwriter beauftragt werden könnte. Dies gilt für alle schriftlichen Arbeiten, von der Proseminararbeit bis hin zur Dissertation, unabhängig von Corona. Ghostwriting ist nahezu unüberprüfbar. Selbst Programme zur Plagiatsprüfung sind dafür zwecklos.

Durch die Corona-Situation besteht die Möglichkeit des Ghostwritings nun auch für Klausuren. Es ist kaum möglich zu garantieren, dass der abgegebene Text von der richtigen Person verfasst wurde. Die Taskforce Leistungsnachweise empfiehlt hier Gelassenheit: Zwar ist Ghostwriting möglich, es wird aber höchstwahrscheinlich nur in den seltensten Fällen vorkommen, wenn überhaupt. Sollte es aufgedeckt werden, sind die Sanktionen in der zugehörigen Studien- und Prüfungsordnung geregelt und oft drastisch. Gegenüber diesem Risiko und dem dafür notwendigen Aufwand erscheint der Gewinn nicht attraktiv: Wer die eigene Unsicherheit durch Ghostwriting nur verringern will, muss dennoch den vollen Aufwand für eine geringe Verbesserung leisten, bei vollem Risiko. Wer die Prüfungsleistung ohne Ghostwriting gar nicht erbringen könnte, wird auch in den anderen Leistungsnachweisen mangels Kompetenz scheitern.

Eine sehr gute Massnahme wird allerdings weitläufig praktiziert: Bei Dissertationen ist eine Disputation üblich, die persönliche Verteidigung der eigenen Arbeit, bei der eine starke Diskrepanz zwischen der Arbeit und der Verteidigung auffallen sollte. Bei Bachelor- und Masterarbeiten gibt es zusätzlich schriftliche Klausuren und mündliche Prüfungen, in denen diese Diskrepanz auffallen würde. Analog könnte bei Klausuren eine kurze mündliche Erläuterung verlangt werden, per Videoaufzeichnung oder mit einer kurzen zusätzlichen mündlichen Prüfung im Stil einer Disputation. Dies muss aber vorab unbedingt rechtlich abgeklärt werden.

Bei Klausuren, die zu festgelegten Zeiten geschrieben werden, ist zudem der Einsatz technischer Lösungen denkbar. Dies wird unter "Technisch überwachte Prüfungssettings" (s.u.) diskutiert. Generell rät die Taskforce Leistungsnachweise von solchen Lösungen ab, da sie oft mehr Probleme mit sich bringen als sie lösen.

Plagiatssoftware: Turnitin

Mittels der Plagiatserkennungssoftware Turnitin können Arbeiten der Studierenden auf einfache Art auf Plagiate überprüft werden. So werden frei zugängliche Quellen aus dem Internet überprüft (z.B. Wikipedia, Google Scholar), zugangsbeschränkte Literatur, die über die Bibliothek freigeschaltet wird (z.B. Fachzeitschriften), die Arbeiten werden mit anderen Arbeiten Studierender anderer Hochschulen verglichen, sofern sich diese in dem allgemeinen Repository von Turnitin befinden (z.B. mit Arbeiten aus deutschen Hochschulen), und schliesslich werden die Arbeiten innerhalb eines Kurses untereinander verglichen (also ob die Studierenden Lösungen ausgetauscht haben). Die Handhabe der Überprüfung ist sehr einfach, es können alle Arbeiten zusammen hochgeladen werden.

Für eine Lizenz schreiben Sie bitte marco.antoniniremove-this.@remove-this.unilu.ch an. Bitte sprechen Sie die Lizenzen und das Vorgehen mit Ihrer Fakultät bzw. dem Departement ab. Es ist möglich, dass es bereits Lösungen und Vorgehensweisen gibt.

Anleitung zu Turnitin (mit Beispielen aus der RF)

Technisch überwachte Prüfungssettings

Es gibt technische Lösungen für in Absenz geschriebene Leistungsnachweise. Das können der geteilte Bildschirm bei Zoom, das Abfilmen der Prüfungsumgebung oder eine Software sein. Alle Lösungen haben Vorteile und Nachteile. Die Taskforce Leistungsnachweise rät generell davon ab, da sich mit steigendem technischen Einsatz vor allem die Schwierigkeit der Umsetzung erhöht und Betrug ohnehin nie komplett vermieden werden kann.

Bildschirmübertragung per ZOOM

Es ist technisch relativ einfach möglich, die Bildschirme während der Zeit, in der die Prüfung absolviert wird, per ZOOM zu überwachen. Die Studierenden eines gleichzeitig stattfindenden Prüfungsdurchgangs werden in Breakouträume eingeteilt, je eine Person pro Raum. Es können maximal 50 Breakout Räume erstellt werden. Die Studierenden müssen Ihren Bildschirm teilen und die Kamera einschalten. Die Prüfungsaufsicht kann nun randomisiert in die Breakout Räume gehen und kontrollieren, ob auf dem Bildschirm unerlaubte Hilfsmittel verwendet werden. Insbesondere kann auf geöffnete Tabs geachtet werden. Durch die Kamera wird sichtbar, ob (nur) die richtige Person am Laptop sitzt. Die gesamte Prüfung kann durch den Host aufgenommen werden. So kann auch ein plötzliches Wegklicken verdächtiger Tabs durch die Studierenden nachträglich per Video bewiesen werden.

Vorteile

  • technisch relativ einfach umzusetzen
  • Betrug durch die Verwendung von unerlaubten Hilfmitteln am Laptop kann relativ leicht nachgewiesen werden

Nachteile

  • Studierende benötigen zwingend einen Laptop oder eine Webcam
  • Eingriff in persönlichen Raum
  • unerlaubte Hilfsmittel ausserhalb des Laptops und des Kamerabereichs können nicht kontrolliert werden
  • stabile Internetverbindung notwendig

 

Abfilmen der Prüfungsumgebung

Per Schwenken des Laptops oder der Webcam kann vor Beginn der Prüfung der Raum, in dem der oder die Studierende die Prüfung absolviert abgefilmt werden: ein 360 Grad Schwenk durch den Raum, auf und unter dem Arbeitstisch, die Türe zum Raum muss geschlossen sein, dass Handy ausgeschaltet. Diese Variante eignet sich besonders für mündliche Prüfungen, weil individuell kontrolliert werden kann. In Klausuren mit vielen Studierenden ist dies eher unpraktisch.

Vorteile

  • Technisch einfach umzusetzen

Nachteile

  • Studierende brauchen einen Laptop oder eine Webcam
  • Eindringen in den privaten Raum der Studierenden
  • Stabile Internetverbindung notwendig

Filmen per Laptop UND Handy

Die Überwachung der Prüfungsumgebung kann deutlich verbessert werden, indem sowohl die Video- und Bildschirmübertragung am Laptop bzw. per Webcam erfolgt als auch ein Handy mit Blick auf die Studierenden eingerichtet wird. Dafür kann wie oben beschrieben der Breakout Raum eingesetzt werden. Der oder die Studierende muss sich zweifach in das ZOOM-Meeting einloggen, per Laptop mit Bildschirmfreigabe und per Handy mit Kamerafreigabe. Beidesmal muss als Name der richtige Name angegeben werden, beim Handy mit dem Zusatz "Handy" (Beispiel). Das Handy muss so aufgestellt werden, dass der Arbeitsplatz, an dem die Prüfungsleistung erfolgt, zu sehen ist. In den Breakout Raum müssen nun beide Konten der Studierenden mit demselben Namen eingeladen werden.

Vorteile

  • bessere Überwachung der Studierenden als nur per Laptop
  • relativ einfach aufzusetzendes Setting

Nachteile

  • doppelt stabile Internetverbindung notwendig
  • technische Infrastruktur wird benötigt
  • Eindringen in den privaten Raum der Studierenden

Überwachung per Software

Vor allem seit Corona werden vermehrt Software-Lösungen angepriesen für die Überwachung der Studierenden während ihrer Prüfungen, mit der Intention, Betrugsversuche zu verhindern oder wenigstens nachweisen zu können. So können Fenster fixiert werden, Zeiten kontrolliert, Screenshots der Studierenden gemacht werden. Jede dieser Varianten bringt einen Vorteil mit sich und verringert insgesamt Möglichkeit zum auf Betrug. Je nach Variante können allerdings sehr einfache Betrugsversuche nicht unterbunden oder nachgewiesen werden: copy-paste aus der Whatsapp-Gruppe, falsche Person am Bildschirm, Papierunterlagen, zweite Person im Raum, etc. Die bislang bekannten Programme decken immer nur einige der Betrugsmöglichkeiten ab, aber nie alle. Es ergibt sich somit viel Aufwand für wenig Effekt. Unschön ist dabei die Etablierung einer Überwachung der Studierenden in den eigenen Räumen, womit eine Aussage des Misstrauens einhergeht. Wo sinnvoll möglich, liegt die elegantere Lösung darin, die Leistungsnachweise so open book und open internet wie möglich zu gestalten.

Vorteile

  • manche Varianten von Betrugsversuchen können sehr gut unterbunden oder mindestens erschwert werden

Nachteile

  • kostenintensive Software
  • Software-Training für alle Beteiligten
  • hohe technische Störanfälligkeit
  • stabile Internetverbindung notwendig
  • Support-Hotline der IT-Dienste notwendig
  • Überwachungsszenario im privaten Raum

 

 

Rechtliche Aspekte

Legi für Identitätsüberprüfung?

Dürfen die Bilder, die im RD von den Studierenden hinterlegt sind, und für die Ausstellung der Legi benutzt wurden, benutzt werden, um bei digitalen Prüfungen die Identität des Studierenden zu überprüfen?

Antwort: Da die Studierenden ein Bild von sich (Foto) der Universität Luzern mit dem Zweck übergeben haben, dass es für die Ausstellung der Legi benutzt wird, die der Überprüfung der Identität dient (auch in Prüfungssituationen), ist der Zweck bei einer Benutzung bei digitalen Prüfungen immer noch derselbe, wie der, in den sie eingewilligt haben.

ZOOM

Ausführliche Informationen und Erwägungen dazu finden Sie im Dokument „Zoom und Datenschutz an der Universität Luzern“ von Patrick Hofstetter, Projektleiter „Digitale Weiterführung des Universitätsbetriebs“.

Bitte beachten Sie auch die Website www.unilu.ch/zoom. Auch diese Website wird weiterhin betreut und laufend aktualisiert.

Wie läuft ZOOM möglichst stabil?

Je nachdem, wie viele Funktionen Sie in ZOOM nutzen, wird Ihre Internet-Verbindung mehr oder weniger belastet. Grundsätzlich gilt: Wenn es für Ihr Meeting nicht notwendig ist, schalten Sie Kamera und ggf. Mikrofon aus. Verbinden Sie sich möglichst per Kabel mit dem Internet.

Übersicht über Umgang mit Verbindungsproblemen

ZOOM-Meeting für mündliche Prüfungen einrichten

Mündliche Prüfungen lassen sich sehr gut mit Zoom umsetzen. Dazu nutzen Sie die Funktion "Warteraum". Sie planen die gesamten Prüfungen vorab als ein einzelnes Meeting und teilen den Studierenden die individuellen Prüfungszeiten mit, ebenso, wie es ausserhalb Corona offline geschieht. Teilen Sie den Studierenden bitte mit, dass sie mindestens 10 Minuten vor der Prüfungszeit das Meeting betreten sollen und vorerst im Warteraum platziert werden.

Dazu muss Zoom folgendermassen eingerichtet werden:

  1. Konto/Einstellungen: Schalten Sie die Option "Warteraum" frei.
  2. Konto/Meetings: Richten Sie Ihr Meeting entsprechend der Gesamtdauer der mündlichen Prüfungen ein. Aktivieren Sie anschliessend ganz unten die Option "Warteraum aktivieren".
  3. Senden Sie den Link vorab an diejenigen Studierenden, die in dieser Prüfungssession geprüft werden sollen.
  4. Starten Sie dieses Meeting mindestens 10 Minuten vor Beginn der ersten Prüfung.
  5. Öffnen Sie das Teilnehmer-Fenster und aktivieren Sie ganz unten über das Menü "Mehr" die Funktion "Teilnehmer bei Eintritt in Warteraum stellen"

Zum Beginn der nächsten Prüfung können Sie den oder die betreffende Studentin über das Teilnehmer-Fenster einladen und per Videochat die Prüfung durchführen.

Sie können zusätzlich einen Willkommensbildschirm für den Warteraum anlegen. Das hilft, den Studierenden die Sicherheit zu geben, dass sie sich richtig angemeldet haben.

Anleitung zur Einrichtung von Warteräumen (deutsch)

Anleitung zur Einrichtung von Warteräumen (englisch)

Eine (nicht empfohlene) Alternative dazu ist, für jede Sitzung einzelne Meetings einzurichten. Das müsste aber tatsächlich pro Prüfung ein separates Meeting sein. Auch hier müsste der Warteraum unbedingt aktiviert sein, denn sonst könnten andere mit dem Zugangslink in eine laufende Prüfung reinplatzen oder auch unbemerkt mithören, wenn Sie das Teilnehmerfenster nicht geöffnet haben.

Rechtssicherheit von ZOOM?

Welches ist die grundsätzliche Einschätzung der Universität Luzern hinsichtlich der Rechtssicherheit von ZOOM?

Antwort: Die Universität Luzern erachtet die Nutzung der Software zoom für ihre betrieblichen Zwecke, namentlich den Lehrbetrieb, den Prüfungsbetrieb und den administrativen Betrieb für geeignet und die sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen für ausreichend. Bei der Universität Luzern handelt es sich um eine öffentliche Bildungs- und Forschungsinstitution; die Handhabung von schützenswerten Informationen und Daten stellt im universitären Alltag die Ausnahme und nicht die Regel dar.

Welche Sorgfaltspflicht besteht bei den Nutzerinnen und Nutzern?

Der Lizenzrahmen, die Privacy Policy und die Einschätzung der Universität Luzern entbinden Nutzerinnen und Nutzer nicht von der stets gebotenen Vorsicht im Umgang mit digitalen Medien. Insbesondere helfen folgende Punkte sich korrekt zu verhalten und mögliche Risiken zu minimieren. Ausführliche Informationen und Erwägungen dazu finden Sie im Dokument „Zoom und Datenschutz an der Universität Luzern“ von Patrick Hofstetter, Projektleiter „Digitale Weiterführung des Universitätsbetriebs“:

  • Schliessen von Sicherheitslücken durch regelmässige Updates der Software
  • Speicheren schützenswerter Informationen
  • Schutz vor unbefugten Teilnehmenden in Meetings (virtuelle Randalierer – sog. „zoombombing“)
  • Kein Austausch von vertraulichen Informationen über ZOOM

Kann ich Studierende durch Kamera und/oder Bildschirmübertragung überwachen?

Die rechtliche Zulässigkeit der Überwachung durch Kamera und/oder Bildschirmübertragung ist noch unklar, insbesondere weil sie - wie auch ausländische  Fallbeispiele deutlich gezeigt haben - Betrugsversuche nicht zu verhindern vermag und somit nicht unbedingt erforderlich bzw. geeignet erscheint.

OLAT

Detaillierte Informationen zu den spezifischen Funktionalitäten in OLAT finden Sie im Benutzerhandbuch.

Videotutorials zur Erstellung von Prüfungsinhalten

 

Welche Funktionen bietet OLAT für schriftliche Prüfungen?

  • Tests nur zu bestimmten Zeiten und für definierte Personen zugänglich machen
  • Bearbeitungsdauer der Prüfung einstellen
  • Auswahlantwortfragen (MC, SC, Kprim), Lückentext, offene Fragen
  • Denselben Test mit verschiedenen Bearbeitungsdauern spezifischen Personen zugänglich machen ("Zeitgutschriften")
  • Anonymisierte formative Tests zur Prüfungsvorbereitung
  • Randomisierbarkeit der Antwortmöglichkeiten
  • Randomisierbarkeit der Fragen
  • Zeitvorgabe für die gesamte Prüfung oder auch für einzelne Fragen
  • Sofortige Auswertung einstellbar für Prüfungen, die ausschliesslich MC, SC, Kprim oder Lückentexte beinhalten
  • Anzahl der Versuche einstellbar
  • Anonymer Vergleich mit den Resultaten aller anderen Studierenden (vor allem für formative Tests sinnvoll)
  • Individueller Download von Prüfungsfragen für Studierende
  • Upload von Dateien in persönliche Ordner

Detaillierte Informationen zu den spezifischen Funktionalitäten in OLAT finden Sie im Benutzerhandbuch. Wählen Sie den Bereich „Tests und Fragebögen erstellen

Welche OLAT-Funktion verwende ich für Prüfungen mit MC, SC, und Kprim-Fragen?

Der Kursbaustein "Test" erlaubt, aus einem Fragenpool randomisiert je individuelle Prüfungen für Studierende zu generieren. Verwenden Sie diesen Kursbaustein nur, wenn Sie Fragen und/oder Antworten randomisieren wollen, also wenn die Studierenden eine bestimmte Anzahl von aus einem Fragenpool zufällig ausgewählte Fragen bearbeiten sollen, egal ob Auswahlantwortfragen (MS, SC oder Kprim) oder Freitextfragen.

Vorteile:

  • Sie können einen Fragenpool und eine Teststruktur anlegen und daraus per OLAT individuell randomisierte Prüfungen erstellen.
  • Sie können den Fragenpool kontinuierlich erweitern.
  • Sie legen einen Test an und beliebig viele Studierende können an dem Test teilnehmen.

Nachteile:

  • Die Studierenden müssen während der gesamten Prüfung auf OLAT online sein und OLAT muss stabil funktionieren.

Welche OLAT-Funktion verwende ich für Prüfungen mit nicht randomisierten Fragen?

Wollen Sie eine der folgenden Prüfungsszenarien in OLAT umsetzen?

  • Alle Studierenden erhalten dieselben Fragen, dasselbe PDF (klassische Präsenzklausur)
  • Ich teile meine Studierenden in einige Gruppen und jede Person in dieser Gruppe erhält dieselben Fragen, dasselbe PDF (klassische Präsenzklausur mit alternierenden Aufgabenstellungen, z.B. Fallstudie A für Gruppe A und Fallstudie B für Gruppe B)
  • Die Studierenden arbeiten in Kleingruppen, haben je Gruppe eine gemeinsame Aufgabe.

Dafür legen Sie pro Gruppe einen "Ordner" an und regeln den Zugang über die Gruppenzugehörigkeit. Dadurch ist weder ersichtlich, wer in derselben Gruppe ist, noch sind die anderen Prüfungsfragen zugänglich. Das Anlegen dieser Ordner ist sehr einfach.

 

Wie kann ich Prüfungszeit und Zugang einstellen?

  1. Öffnen Sie den Kurseditor und fügen Sie den Kursbaustein "Test" ein.
  2. Im Tab "Sichtbarkeit" ergänzen Sie den Text unter "Information wenn sichtbar und kein Zugang" mit: "Dieses Kurselement wird am (Prüfungsdatum und Uhrzeit) freigeschaltet. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie rechtzeitig online sind." Bitte setzen Sie keines der Häkchen im oberen Feld. Klicken Sie auf "Speichern".
  3. Im Tab "Zugang" setzen Sie das Häkchen bei "Datumsabhängig" und stellen den exakten Prüfungszeitraum ein, während dessen das Bearbeiten der Prüfung begonnen werden soll, zum Beispiel 25.05.2020 von 8:00 Uhr bis 8:30 Uhr. In diesem Zeitfenster können die Studierenden die Prüfung starten, wodurch die eingestellte Prüfungszeit zu laufen beginnt.

    • Es wird empfohlen, nicht die Prüfungsdauer (z.B. 8:00 bis 12:00 Uhr) einzustellen, sondern ein Zeitfenster, in dem die Prüfung begonnen werden kann. Das verhindert Ungleichbehandlung in dem Fall, dass technische Probleme den Beginn in der ersten Minute verhindern und so die Bearbeitungsdauer kürzen. Das Zeitfenster für den Beginn sollte gross genug gewählt werden, damit allfällige technische Probleme nach Möglichkeit sofort gelöst werden können. Es sollte klein genug sein, damit die Zeitverzögerung nicht zum studentischen Austausch über die Antworten genutzt werden kann, wodurch ein Zeitvorteil für diejenigen entstünde, die später beginnen.

  4. Im Tab "Zugang" setzen Sie das Häkchen ausserdem bei "Gruppenabhängig" und wählen die entsprechende Gruppe aus, also diejenigen Studierenden, die zu diesem Zeitpunkt diese Prüfung absolvieren müssen. Klicken Sie auf "Speichern".
  5. Veröffentlichen Sie Ihre Einstellungen.

Wenn Sie Personen mit Zeitgutschriften haben, so gehen Sie zusätzlich wie folgt vor:

  1. Erstellen Sie in der Mitgliederverwaltung mehrere Gruppen, wobei all diejenigen Studierenden in einer Gruppe zusammengefasst sind, die dieselbe Bearbeitungsdauer haben.
  2. Erstellen Sie pro Gruppe = Bearbeitungsdauer der Prüfung je einen eigenen, kompletten Test wie oben beschrieben, mit folgenden Abweichungen:
  3. Im Tab "Zugang" wählen Sie je die betreffende Gruppe aus.
  4. Beim Einrichten der Prüfung stellen Sie die Gesamtdauer entsprechend der Zeitgutschift ein (s.u.).

Ist es möglich den Prüfungsmodus zu schliessen und andere Programme anzuwenden?

In OLAT gibt es verschiedene Möglichkeiten, den zeitlichen Rahmen für eine Prüfung festzulegen. Daher ist es in erster Linie wichtig, die Informationen zum Ablauf der einzelnen Prüfungen sehr genau zu lesen und sich daran zu halten.  Bei zeitlich beschränkten Prüfungen sollten die Studierenden sehr genau abwägen, ob eine Unterbrechung sinnvoll ist oder wertvolle Zeit verloren geht. Nach dem Beenden einer Prüfung ist in der Regel keine Wiederaufnahme mehr möglich, so dass dieser Klick wohl überlegt gemacht werden sollte.

Wie läuft die Überprüfung der Identität der Studierenden?

Es wird generell empfohlen, die Studierenden 15 Minuten vor Prüfungsbeginn in zoom zu begrüssen, den Ablauf der Prüfung erneut zu erklären und dabei offene Fragen zu klären. Dies simuliert das Eintreten in den Raum bei einer Präsenzprüfung und hilft, Unsicherheiten zu nehmen. Anschliessend sollen sich die Studierenden für die Prüfung in OLAT mithilfe ihrer Switch-edu-ID anmelden. Insofern haben nur Personen mit einer Uni-Luzern-Adresse und Zugang zum OLAT-Kurs Zugang zur Prüfung. Der Zugang zu den einzelnen OLAT-Kursen und auch den einzelnen darin enthaltenen Kursbausteinen wie z.B. der Prüfungen kann individuell geregelt werden.

Studierende

Was tun bei technischen Problemen?

Es liegt in der Verantwortung der Studierenden, sich vorgängig mit den bei der Prüfung verwendeten Tools vertraut zu machen, den Laptop zu laden, Updates vorgängig durchzuführen, die Internetverbindung zu testen, etc. Wer bei der Prüfung technische Probleme hat, soll sich sofort melden. Die Informationen zu den Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie vor der Prüfung von Ihren Dozierenden.

Die Informationen zum Ablauf der einzelnen Prüfungen enthalten auch Hinweise zum Verhalten bei technischen Problemen. Im Vorfeld empfehlen wir den Studierenden, als Alternative zum WLAN eine mobile Verbindung über das Smartphone ausprobieren. In jedem Falle ist eine genaue Dokumentation der technischen Probleme (z.B. was genau ist wann und wie lange aufgetreten, welche Lösungsansätze gab es?) notwendig.

Rechner/Laptop kollabieren während der Prüfung

Für den Fall, dass Ihr Rechner/Laptop während der Prüfung abstürzt, soll unbedingt die genaue Zeit aufgeschrieben und wenn möglich mit einem Foto des Rechnerbildschirms (Screenshot) dokumentiert werden. Es soll mindestens ein weiterer Startversuch durchgeführt werden. Wenn das Problem anhält, dann soll via vorher kommunizierter Kontaktangaben eine Meldung des Problems erfolgen. Falls es ein Zweitgerät gibt, dann melden Sie sich dort an und arbeiten mit diesem Gerät weiter. Es ist wichtig die Dauer der Unterbrechung genau zu dokumentieren.

Internetverbindung bricht ab

In der Regel ist ein Abbruch temporär, in jedem Falle soll die genaue Zeit dokumentiert werden. Parallel dazu soll ein mobiler Zugang initiiert werden, der Rechner/Laptop damit verbunden und so weitergearbeitet werden. Es ist wichtig die Dauer der Unterbrechung genau zu dokumentieren. 

OLAT ist nicht mehr verfügbar

In diesem Fall sollen sie regelmässig erneut den Zugang versuchen. Falls der Zugang nach einiger Zeit wieder möglich ist, sollen Sie sich anmelden und weiterarbeiten. Es ist wichtig die Dauer der Unterbrechung genau zu dokumentieren.

Hochladen von Dateien in OLAT nicht möglich

Wenn das Hochladen in den Abgabeordner nicht möglich ist, kann folgendes Problem vorliegen:

  • Die Zeit ist abgelaufen: in diesem Falle ist vermutlich der zur Verfügung stehenden Zeitrahmen nicht beachtet worden.
  • Es gibt ein Zugriffsproblem in OLAT, siehe auch weiter oben. Alternativ senden Sie die geforderte Datei per Mail an die angegebene Emailadresse.

OLAT

Sämtliche einmal gespeicherte Antworten auf Prüfungsfragen bleiben erhalten, auch wenn im weiteren Verlauf der Zugriff nicht mehr möglich ist. Eine Dokumentation der aufgetretenen technischen Probleme - wie oben beschrieben – ist daher unumgänglich.

Sind open book Prüfungen anspruchsvoller?

Die Inhalte der Prüfungen orientieren sich an den Inhalten der Lehrveranstaltung. Neben dem notwendigen Wissenserwerb steht im Fokus der universitären Lehre insbesondere der Transfer bzw. die Anwendung des erworbenen Wissens. Mit open book Prüfungen ist es sehr gut möglich diese Kompetenz der Studierenden zu überprüfen. Die Prüfungen werden daher nicht generell anspruchsvoller sein. Wie immer gibt es auch bei Prüfungsformaten individuelle Vorlieben, so dass einzelne Studierende hier nicht auf das präferierte Format treffen werden. Mit der Anpassung einzelner Prüfungen soll es den Studierenden ermöglicht werden, das Semester so vollständig wie möglich abschliessen zu können.

Redlichkeitserklärung: Unterschreiben ohne Drucker?

Wenn Sie keinen Drucker zur Verfügung haben, können Sie Ihre Unterschrift fotografieren und als Bild in die Redlichkeitserklärung einfügen. Bitte ergänzen Sie im Dokument, dass sie ihre Unterschrift eigenhändig in das Dokument einfügt haben, da Sie keine Druckmöglichkeit haben.

Anleitung Unterschrift in Word mittels Handyfoto einfügen