Der Lehrstuhl Diebold und die Fachschaft Jus der Universität Luzern (Fajulu) besuchen mit einer Gruppe interessierter Jus-Studierenden die Wettbewerbskommission (Weko) in Bern.

Die WEKO öffnete am 19. November 2019 ihre Türen, um 25 Studierenden der Universität Luzern einen Einblick in ihre Tätigkeit zu vermitteln.

Prof. Dr. Patrik Ducrey, Direktor des WEKO-Sekretariats, erläutert den Studierenden, wie die WEKO und deren Sekretariat organisiert sind und welche Aufgaben die Behörde zum Schutz des Wettbewerbs wahrnimmt. Anschliessend vermittelt Dr. Beat Zirlick, Leiter Recht, einen spannenden Einblick in die Ermittlungstätigkeit der WEKO. Praxisnah erläutert Dr. Zirlick, wie die Wettbewerbsbehörde Hausdurchsuchungen organisiert und durchführt und welche Bedeutung die Kronzeugenregelung im kartellrechtlichen Ermittlungsverfahren hat.

Prof. Dr. Nicolas Diebold, Mitglied der WEKO, zeigt anhand des aktuellen Fallbeispiels «Fusionskontrollverfahren Sunrise und UPC» auf, welche komplexen Fragestellungen in kartellrechtlichen Verfahren zu untersuchen sind. Welche relevanten Märkte sind von einer Fusion betroffen und wie wirkt sich die Fusion in den betroffenen Märkten auf den Wettbewerb aus?

Schliesslich erklärt Dr. Philippe Sulger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, welche kartellrechtlichen Herausforderungen die Digitalisierung bringt. Gestützt auf verschiedene Fallbeispiele in den Bereichen Hotelbuchungsplattformen, soziale Medien und Suchmaschinen erläutert er die Bedeutung von Plattformmärkten sowie direkten und indirekten Netzwerkeffekten.

Die Jus-Studierenden erhalten während des gut zweistündigen Besuchs einen umfassenden Einblick in die Bedeutung des Wettbewerbsrechts und die Aufgaben der Wettbewerbsbehörde als mögliches Tätigkeitsgebiet nach dem Studium.

25. November 2019