Ein taz Talk zu den beginnenden Sommerferien mit dem Historiker Valentin Groebner und Jan Feddersen. Wohin reisen wir, wenn wir reisen?

Was wollen wir von Ferien, stehen sie bevor? Wem gilt unsere Aufmerksamkeit, denken wir an die schönste freie Zeit im Jahr? Und wer kann warum keinen Urlaub machen? Und wie ist es um das globale Verhältnis bestellt, fahren wir in ferne Länder, meist glaubend, unsere Anwesenheit nütze auch den dort Einheimischen?
Im taz Talk spricht Valentin Groebner über seine Befunde, moderiert von Jan Feddersen, taz-Redakteur.

Valentin Groebner, Historiker an der Universität Luzern und Mittelalterspezialist, hat sich dem Thema Reisen auch geschichtlich, vor allem aber im Hinblick auf unser Corona-Lockdowning intensiv befasst. Er sagt: Unser Reiseziel ist immer: unsere Wünsche. Das, was im Grunde immer ein bisschen unerfüllt bleiben muss, um nicht innere Leere empfinden zu müssen.
Und er hat eine Erklärung dafür, warum gerade das Meer, der Strand, die fernen Gestade mit Sonnenuntergängen soviel Sehnsucht stiften – und weshalb keine Landschaft früher so gefürchtet war wie die, an der Strände liegen: Das Meer als todesbringendes Element.

In der aktuellen Ausgabe der taz zum Thema «Sehnsucht Sommer» ist dazu noch ein schriftliches Interview mit Valentin Groebner erschienen.

17. Juni 2020